Qualitätsanalyse
Vor etwas über zehn Jahren wurde die Qualitätsanalyse für alle Schulen in NRW eingeführt. Ziel war es und ist es immer noch, „die Qualität von Schulen zu sichern und nachhaltige Impulse für deren Weiterentwicklung zu geben.“ Die Durchführung geschieht durch speziell ausgebildete Qualitätsprüfer. Diese geben den Schulen eine differenzierte Rückmeldung, die als Grundlage für die weitere Schulentwicklung dienen soll.
Grundlage der Analyse ist ein so genanntes Qualitätstableau, das folgende Schwerpunkte aufweist:
- Ergebnisse der Schule
- Lernen und Lehren im Unterricht
- Schulkultur
- Führung und Schulmanagement
- Professionalität der Lehrkräfte
- Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung.
Die Bewertung erfolgt auf Grundlage eines differenzierten und sehr umfassenden Schulportfolios. Es enthält alle Dokumente des schulischen Lebens: das Schulprogramm, die Curriculum-Beschlüsse der Fachkonferenzen, Konferenzbeschlüsse aller Schulgremien, Berichte über alle Bereiche des Schullebens.
Während eines viertägigen Schulbesuches erfolgen Unterrichtsbesuche bei allen Lehrkräften, die auf der Basis vorgegebener und verbindlicher Standards ausgewertet und beurteilt werden. Gerade in diesem Bereich liegt ein deutlicher Schwerpunkt der Qualitätsanalyse. Überdies werden Interviews mit Gruppen von Schülern, Eltern, Lehrern und der Schulleitung durchgeführt. Ebenso wird das Erscheinungsbild der Schule begutachtet.
Eine anschließende Normierung erfolgt in vier Stufen.
- Stufe 4: optimal oder gut
- Stufe 3: mehr Stärken als Schwächen
- Stufe 2: mehr Schwächen als Stärken
- Stufe 1: erhebliche Verbesserungen sind erforderlich.
Die Ergebnisse dienen, wie bereits erwähnt, immer als Basis für eine Weiterentwicklung der schulischen Arbeit. Deshalb sind diese Ergebnisse auch die Grundlage für die Vereinbarung von Entwicklungszielen mit der Schulaufsicht. Verantwortlich für den Gesamtprozess ist die Schulleitung. Unverzichtbar ist selbstverständlich die Transparenz gegenüber allen beteiligten Gruppen, also Lehrern, Schülern und Eltern.
Der Schulbesuch – und damit die Qualitätsanalyse – erfolgte am Fichte-Gymnasium vom 8. bis 11. November 2010. Das Ergebnis ist die Bestätigung für die sehr gute Arbeit aller am Schulleben beteiligten Gruppen und Personen. Die Schule erzielte dreizehnmal die Notenstufe 4 und zwölfmal die Stufe 3. Dieses Ergebnis bedeutet, dass die höchste Bewertungsstufe mehrheitlich vertreten ist. Besonders zu nennen ist zum Beispiel die Bewertung der Kategorien „Individuelle Förderung und Unterstützung“, Schülerberatung/Schülerbetreuung“, „Schulprogramm“ und „Zufriedenheit der Beteiligten“ in der Notenstufe vier. Mit dem Ergebnis zählt die Schule zu den oberen 20 % der bisher besuchten Schulen in NRW.
Die sehr guten und guten Bewertungen bezüglich des konkreten Unterrichtes sind ein Ergebnis, das nur sehr wenige Schulen erreichen und bedeuten einen ganz besonderen und seltenen Erfolg! Das zeigt, dass die Unterrichtsentwicklung am Fichte-Gymnasium gerade im Vergleich mit anderen Gymnasien sehr gut ist und eine exzellente Basis für die Herausforderungen der Zukunft bietet. In dieser Entwicklung wird der Lernprozess der einzelnen Schülerinnen und Schüler eine noch differenziertere Beachtung finden. Das kann zum Beispiel durch unterschiedliche Unterrichtsmaterialien und individuelle Lernzugänge erfolgen. Das wird sicher auch durch eine Intensivierung der Kooperation zwischen den Lehrkräften deutlich werden. Es ist natürlich sehr motivierend, wenn man weiß, dass der eingeschlagene Prozess ein guter und sinnvoller ist.
Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Weiterentwicklung ist auch in Zukunft die gute und verlässliche Zusammenarbeit zwischen den Lehrern, der Schülerschaft und den Eltern. Dafür sind die Aussagen im QA-Bericht zur Zufriedenheit mit dem Schulklima eine solide Basis.
So werden wir uns im kommenden Schuljahr unter anderem mit der Gestaltung und dem Umfang der Hausaufgaben im Zuge des vermehrten Nachmittagsunterrichts befassen. Dazu sind in diesem Schuljahr bereits Befragungen bei Eltern und Schülern durchgeführt worden. Die Ergebnisse werden mit den Meinungen der Lehrer verglichen werden. In den Gremien werden dann alle Ergebnisse diskutiert werden. Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt bezüglich des konkreten Unterrichts betrifft die Lese- und Sprachförderung der Schülerinnen und Schüler. Dazu nimmt das gesamte Kollegium an Fortbildungen teil.
Die berufliche Kompetenz des Kollegiums und deren konsequente Weiterentwicklung werden ebenso honoriert wie die Führungsverantwortung der Schulleitung.
Die gute Zusammenarbeit mit den Eltern hat bereits eine Intensivierung erfahren. Ohne die Unterstützung durch die Schulpflegschaft und den Förderverein wäre das Projekt der Gestaltung der Mittagspause nicht zu stemmen.